Is it Me? Am I the Drama?

Is it Me? Am I the Drama? Jahresausstellung 2021

Eröffnung: Fr, 17.12.2021 | 19 Uhr  18.12.2021 - 06.02.2022

 

 

Der Titel „Is it Me? Am I the Drama?“ gibt der Diversität der unterschiedlichen künstlerischen Positionen einen narrativen und performativen Raum, um in vielfältiger Weise Themen der Gegenwart zu besprechen. In zahlreichen Tik Tok und Instagram Reels reüssiert derzeit das dem Titel entlehnte Audio-Zitat der us-amerikanischen Drag Queen Scarlet Envy, das aus dem Off Clips von Personen und Haustieren ironisch kommentiert. Die Handlungspraxis, eine multiple Fremd- und Selbstbildkonstruktion mit einer queeren Identität zu überschreiben, unterstützt die Lesbarkeit der Ausstellung, um die Diversität aller möglichen Ansatzpunkte zu öffnen und im Sinne der Vielfalt keine trennbaren Unterschiede mehr zu setzen.

Die Jahresausstellung wird wieder, wie die letzten Jahre, eine Verkaufsausstellung sein.

 

Künstler_innen: Motahar Amiri, Alpine Gothic, ARTgenossen, Julia Brennacher, Jari Genser, Johannes Gierlinger, Lisa Großkopf, Gunda Gruber, Elisabeth Grübl, Katharina Gruzei, Tina Hainschwang, Isabella Heigl, Eginhartz Kanter, Margareta Klose, Sigrid Langrehr, Christiane Peschek, Nicole Prutsch, Beate Ronacher, Elisabeth Schmirl, Manuel Tozzi, Micha Wille, Julia Zöhrer

 

Kuratorin: Karin Pernegger

 

Eröffnung: Fr, 17.12.2021 | 19 Uhr

 

18.12.2021 - 06.02.2022

 

Salzburger Kunstverein
Hellbrunner Straße 3, 5020 Salzburg
Öffnungszeiten Ausstellung: Di-So, 12-19 Uhr
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ONE ARTIST – ONE MINUTE 

Mit dieser gedoppelten Ausstellung an zwei benachbarten Standorten feiern die Stadtgalerie Lehen und der FOTOHOF gemeinsam das 40-jährige Bestehen dieser bedeutsamen Einrichtung für zeitgenössische Fotokunst. In der Stadtgalerie Lehen fällt der Blick auf künstlerische Positionen aus über vierzig Jahren Ausstellungsgeschichte, projiziert auf fünf großformatige Leinwände.

Eröffnung: Samstag, 20. November 2021, 16 bis 20 Uhr
Ausstellung: 20.11.2021 bis 20.01.2022
FOTOHOF / Stadtgalerie Lehen, Inge-Morath-Platz, 5020 Salzburg

 

With this double exhibition at two neighboring locations, the Stadtgalerie Lehen and the FOTOHOF are celebrating the 40th anniversary of this important institution for contemporary photography. In the Stadtgalerie Lehen, the gaze falls on artistic positions from over forty years of exhibition history, projected onto five large-format canvases.

 

Opening: Saturday, November 20, 2021, 4 to 8 p.m.

Exhibition: Nov. 20, 2021 to Jan. 20, 2022

FOTOHOF / Stadtgalerie Lehen, Inge-Morath-Platz, 5020 Salzburg

 

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Sharing Water - Traveling Exhibition

Sharing Water is an Exhibition and Workshop Projekt initiated by Swiss photographer Regina Hügli. She is fascinated both by water as a concrete matter, with its physical qualities and behaviour, and water, flow and circuits as metaphors for processes of consiousness and memory. On this, Regina Hügli has curated two interdisciplinary group-exhibitions and workshops (Reservoir, Rising-up-Flowing-down), and published a book containing scientific and artistic approaches on water and memory. Sharing Water is her third and latest project on water, interdisciplinary again, but shifting the focus to a highly investigative and controversial approach.

By invitation from Regina, Elisabeth Schmirl contributes three large works from her Series “Vanishing Point” to be shown in the Sharing Water project. In her works of diazotypes showing the ephemeral beauty of clouds, she works with images of weather phenomena taken from digital archives. 

 

Artists taking part in the project are: Stefan Fraunberger, Anne Glassner, Klara Hobza, Barbara Anna Husar, Elisabeth Schmirl and Nieves Widauer.

 

www.sharing-water.net

 

September/October 2021

Town Museum Králíky, CZ

muzeumkraliky.cz

Opening: September 2nd 2021

 

19./20. November 2021

Gdansk, PL

Futurological Congress

Gdańsk 2080. Kongres Futurologiczny

 

December 2021 – October 2022

Talmuseum Ursern, Andermatt, CH

museum-ursern.ch

Opening: December 22nd 2021

 

December 2022 – February 2023

Sala Segantini, Savognin, CH

salasegantini.com

 

Pop-Up Presentation

House of Switzerland in Multilateral Vienna (A), OSZE

Opening: 9. Juli 2021, 11.00 a.m. (Soft Opening, Zoom-Event)

Dauer: 9. – 30. Juli 2021

 

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Die grüne Diele, Projektraum NEULAND

DIE GRUENE DIELE Marcel Götz - Stefan Heizinger - Elisabeth Schmirl
Experience, Explore, Develop!
Eröffnung: Sa. 24.07.2021 um 18 Uhr


24.07.2021 – 07.08.2021
Geöffnet Mi. bis Fr. 18 - 22 Uhr
NEULAND - Projektraum
ROTTSTR.15
44793 BOCHUM

Aus der Reihe: Elements of Uprising: Be You, not Them. / 2021 /Cyanotypie / Unikat / je 80x120cm

"I want people, when they realize, they have been wront about the world, to feel not embarassment, but that childlike sense of wonder, inspriation and curiosity that I remember from the circus, and that I still get every time I discover I have been wrong. Wow, ist that even possible?" Hans Rosling, Factfulness

Aus der Reihe: Elements of Uprising: Be You, not Them. / 2021 /Cyanotypie / Unikat / je 80x120cm

 

"We must not cease from exploration. And the end of all our exploring will be to arrive where we began and know the place for the first time." T.S. Elliot

VOID VOLUME - Elisabeth Schmirl

NOpening: 1. März, 11-19 Uhr

Ausstellungsdauer: 1. April - 12. Juni 2021


Die Ausstellung während der Laufzeit entsprechend den Covid-Regeln besichtigt werden. Bitte hierzu um Kontaktaufnahme mit der Galerie oder der Künstlerin.

 

Weiter zu den Arbeiten

 

Galerie Sophia Vonier

Wiener-Philharmoniker-Gasse 3

A-5020 Salzburg

www.galerievonier.com

VOID VOLUME - Elisabeth Schmirl

traum vom luft in der luft sein“¹  Im Seil- und Turmspringen trifft das Abwägen der aktuellen Verhältnisse auf die konkrete Planung. Gilt dies hier für den Sprung, könnte man es ebenso als politische Metapher lesen. Wo in Elfriede Gerstls eingangs zitierter Zeile der Wunsch nach Auflösung laut wird, sind es bei Elisabeth Schmirl konkrete Körper, die in dieser Spannung existieren.

 

„Was sind die Wolken?“² , fragt die Marionette Othello eine andere in Pasolinis gleichnamigen Kurzfilm, während sie in den Himmel blicken – und bekommt keine Antwort. Weil Worte nicht das fassen können, was ist. Der philosophische Konflikt ergibt sich im Film mitunter aus dem Klassen- und Wissensunterschied zwischen proletarischem Publikum des Marionettentheaters und dem künstlerischen Anspruch. Was hier ausgehend von der Differenz im sozialen Status thematisiert wird, verlagert sich heute auf eine ökonomische Ebene. Elisabeth Schmirls Arbeiten verweisen mit der Verwendung einer historischen Fotografie auf dem Zusammenhang zwischen Weltwirtschaftskrise und dem Aufkommen der sogenannten „Hoovervilles“, Elendsvierteln in den USA, und damit auf die enge Verbindung von Ökonomie und Lebensumständen. Die Börsenspekulation als fehlgeschlagene Berechnung wirtschaftlicher Entwicklungen manifestierte sich in diesen Gebäuden. Sind solche unvorhersehbaren Auswirkungen heute allgegenwärtig, bleibt doch die Grundannahme der rationalen Berechenbarkeit der Zukunft bestehen. Elisabeth Schmirl greift mit der Diazotypie für ihre Arbeiten eine bis in die 1990er stark verbreitete Technik zum Kopieren von Grundrissen und Bauplänen auf und kehrt dadurch die Idee der Planbarkeit in ihr Gegenteil: nicht die Präzision und die Maßstabstreue interessieren sie, sondern das Ungewisse dieser Technik, das sich aus der UV-Empfindlichkeit des Materials ergibt. Wolken, Nebel oder Rauch stellen das bildliche Pendant zu dieser Technik dar. Stärker noch als in der Frage Othellos werden diese Elemente fragwürdig: als Verschleiern des Bildes, als Offenheit, als Leerstelle, als Spur.

 

„A new morning – the weather‘s changing”³ Diffus stellt sich eine weitere Frage: Warum sind es stets Frauen, die die Wetterballons halten? Dieses Sujet, das mehrfach in Elisabeth Schmirls Arbeiten auftaucht, war aktuell auch im Alltag wieder öfter zu sehen. Die mittlerweile standardmäßig durch den Flugverkehr gelieferten Wetterdaten wurden während der Pandemie weniger, weshalb Wetterballons für Messungen häufiger zum Einsatz kamen. Gerade jetzt diese Objekte zu zeigen und die Aufgabe der Zukunftsvorhersage in die Hände von Frauen zu legen, wirkt wie eine Ermächtigung. Ist doch klischeehaft, trotz aller entgegengesetzten Bemühungen, das Rationale und Berechenbare in Richtung des männlichen Pols gerückt, während dem Femininen Mystik, Magie und Unvernunft zugeschrieben werden. Der stärkste Verweis darauf liegt in den verbundenen Augen einer der Figuren. Gleichzeitig trifft dies aber auf die besondere Klarsicht des Orakels zu, welches gerade durch Blindheit das Irrationale mit der sich erfüllenden Voraussicht verbindet. Die Frauen mit Wetterballons, wie schon die Wolken, schlagen eine Brücke zwischen scheinbaren Gegensätzen; machen das vorgeblich Rationale unklarer und das Unvorhersehbare zum Teil unserer Welt.

 

„Die Spur ist die Gegenwart dessen, was eigentlich niemals da war, dessen was immer vergangen ist.“⁴ Architekturen als Spuren menschlicher Entscheidungen verkörpern die zerstörerische Kraft des Rationalen ebenso wie den Glauben an die Planbarkeit und Spekulation mit der Zukunft. In Elisabeth Schmirls Arbeiten werden sie verschleiert und unklar, Wolken, Staub und Nebel, welche als eine nicht nachvollziehbare Spur dieses Gefüge einer erklärbaren und berechenbaren Welt stören. Die Vorhersage des Wetters, die Planung eines Sprungs sind demgegenüber Metaphern der Leichtigkeit, die die Ungewissheit des Planens wie auch die Offenheit von Spuren, alles zu sein und immer neu gedeutet zu werden, in sich tragen. Der Sprung, der Wetterballon, Wolken – sie alle weisen in Richtung eines utopischen Denkens, in das sich stets die konkreten Spuren unseres Handelns einschreiben.

 

Text: Maximilian Lehner

 

 

 

Elfriede Gerstl: "traum vom luft in der luft sein", 11.3.2009; in: "lebenszeichen", Graz 2009, S. 182.

Pier Paolo Pasolini: "Che cosa sono le nuvole", 1968 (Eine Episode aus "Capriccio all’italiana", produziert von Dino de Laurentiis).

The (International) Noise Conspiracy: "A New Morning, Changing Weather", 2001.

4 Emmanuel Lévinas: "Die Spur des Anderen", Freiburg 1983/2007, S. 233. 

 

 

Void Volume, Courtesy Galerie Sophia Vonier/ Elisabeth Schmirl | Fotos: Hendrik Stoltenberg
Void Volume, Courtesy Galerie Sophia Vonier/ Elisabeth Schmirl | Fotos: Hendrik Stoltenberg
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garden of pandemic delights

plan.d.

Dorotheenstraße 59, Düsseldorf (DE)

05. - 21. Juni 2021

 

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Art.Albina Kunstpreis 2020

Art.Albina Kunstpreis

Gemeindezentrum Oberalm

Halleiner Landesstraße 51, 5411 Oberalm

www.kultur-werkstatt.at

 

Eröffnung: Freitag, 17. Juli 2020, 17-20 Uhr

Ausstellungsdauer: 20. Juli bis 11. September 2020

 

 

 

 

 

Aus der Reihe „Protestors - We must always take sides - The element of Uprising“, Cyanotypie, 70 x 50 cm, 2019, gerahmt;

 

 

 

 

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Is it Me? Am I the Drama?

Is it Me? Am I the Drama? Jahresausstellung 2021

Eröffnung: Fr, 17.12.2021 | 19 Uhr  18.12.2021 - 06.02.2022

 

 

Der Titel „Is it Me? Am I the Drama?“ gibt der Diversität der unterschiedlichen künstlerischen Positionen einen narrativen und performativen Raum, um in vielfältiger Weise Themen der Gegenwart zu besprechen. In zahlreichen Tik Tok und Instagram Reels reüssiert derzeit das dem Titel entlehnte Audio-Zitat der us-amerikanischen Drag Queen Scarlet Envy, das aus dem Off Clips von Personen und Haustieren ironisch kommentiert. Die Handlungspraxis, eine multiple Fremd- und Selbstbildkonstruktion mit einer queeren Identität zu überschreiben, unterstützt die Lesbarkeit der Ausstellung, um die Diversität aller möglichen Ansatzpunkte zu öffnen und im Sinne der Vielfalt keine trennbaren Unterschiede mehr zu setzen.

Die Jahresausstellung wird wieder, wie die letzten Jahre, eine Verkaufsausstellung sein.

 

Künstler_innen: Motahar Amiri, Alpine Gothic, ARTgenossen, Julia Brennacher, Jari Genser, Johannes Gierlinger, Lisa Großkopf, Gunda Gruber, Elisabeth Grübl, Katharina Gruzei, Tina Hainschwang, Isabella Heigl, Eginhartz Kanter, Margareta Klose, Sigrid Langrehr, Christiane Peschek, Nicole Prutsch, Beate Ronacher, Elisabeth Schmirl, Manuel Tozzi, Micha Wille, Julia Zöhrer

 

Kuratorin: Karin Pernegger

 

Eröffnung: Fr, 17.12.2021 | 19 Uhr

 

18.12.2021 - 06.02.2022

 

Salzburger Kunstverein
Hellbrunner Straße 3, 5020 Salzburg
Öffnungszeiten Ausstellung: Di-So, 12-19 Uhr
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ONE ARTIST – ONE MINUTE 

Mit dieser gedoppelten Ausstellung an zwei benachbarten Standorten feiern die Stadtgalerie Lehen und der FOTOHOF gemeinsam das 40-jährige Bestehen dieser bedeutsamen Einrichtung für zeitgenössische Fotokunst. In der Stadtgalerie Lehen fällt der Blick auf künstlerische Positionen aus über vierzig Jahren Ausstellungsgeschichte, projiziert auf fünf großformatige Leinwände.

Eröffnung: Samstag, 20. November 2021, 16 bis 20 Uhr
Ausstellung: 20.11.2021 bis 20.01.2022
FOTOHOF / Stadtgalerie Lehen, Inge-Morath-Platz, 5020 Salzburg

 

With this double exhibition at two neighboring locations, the Stadtgalerie Lehen and the FOTOHOF are celebrating the 40th anniversary of this important institution for contemporary photography. In the Stadtgalerie Lehen, the gaze falls on artistic positions from over forty years of exhibition history, projected onto five large-format canvases.

 

Opening: Saturday, November 20, 2021, 4 to 8 p.m.

Exhibition: Nov. 20, 2021 to Jan. 20, 2022

FOTOHOF / Stadtgalerie Lehen, Inge-Morath-Platz, 5020 Salzburg

 

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Sharing Water - Traveling Exhibition

Sharing Water is an Exhibition and Workshop Projekt initiated by Swiss photographer Regina Hügli. She is fascinated both by water as a concrete matter, with its physical qualities and behaviour, and water, flow and circuits as metaphors for processes of consiousness and memory. On this, Regina Hügli has curated two interdisciplinary group-exhibitions and workshops (Reservoir, Rising-up-Flowing-down), and published a book containing scientific and artistic approaches on water and memory. Sharing Water is her third and latest project on water, interdisciplinary again, but shifting the focus to a highly investigative and controversial approach.

By invitation from Regina, Elisabeth Schmirl contributes three large works from her Series “Vanishing Point” to be shown in the Sharing Water project. In her works of diazotypes showing the ephemeral beauty of clouds, she works with images of weather phenomena taken from digital archives. 

 

Artists taking part in the project are: Stefan Fraunberger, Anne Glassner, Klara Hobza, Barbara Anna Husar, Elisabeth Schmirl and Nieves Widauer.

 

www.sharing-water.net

 

September/October 2021

Town Museum Králíky, CZ

muzeumkraliky.cz

Opening: September 2nd 2021

 

19./20. November 2021

Gdansk, PL

Futurological Congress

Gdańsk 2080. Kongres Futurologiczny

 

December 2021 – October 2022

Talmuseum Ursern, Andermatt, CH

museum-ursern.ch

Opening: December 22nd 2021

 

December 2022 – February 2023

Sala Segantini, Savognin, CH

salasegantini.com

 

Pop-Up Presentation

House of Switzerland in Multilateral Vienna (A), OSZE

Opening: 9. Juli 2021, 11.00 a.m. (Soft Opening, Zoom-Event)

Dauer: 9. – 30. Juli 2021

 

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Die grüne Diele, Projektraum NEULAND

DIE GRUENE DIELE Marcel Götz - Stefan Heizinger - Elisabeth Schmirl
Experience, Explore, Develop!
Eröffnung: Sa. 24.07.2021 um 18 Uhr


24.07.2021 – 07.08.2021
Geöffnet Mi. bis Fr. 18 - 22 Uhr
NEULAND - Projektraum
ROTTSTR.15
44793 BOCHUM

Aus der Reihe: Elements of Uprising: Be You, not Them. / 2021 /Cyanotypie / Unikat / je 80x120cm

"I want people, when they realize, they have been wront about the world, to feel not embarassment, but that childlike sense of wonder, inspriation and curiosity that I remember from the circus, and that I still get every time I discover I have been wrong. Wow, ist that even possible?" Hans Rosling, Factfulness

Aus der Reihe: Elements of Uprising: Be You, not Them. / 2021 /Cyanotypie / Unikat / je 80x120cm

 

"We must not cease from exploration. And the end of all our exploring will be to arrive where we began and know the place for the first time." T.S. Elliot

VOID VOLUME - Elisabeth Schmirl

NOpening: 1. März, 11-19 Uhr

Ausstellungsdauer: 1. April - 12. Juni 2021


Die Ausstellung während der Laufzeit entsprechend den Covid-Regeln besichtigt werden. Bitte hierzu um Kontaktaufnahme mit der Galerie oder der Künstlerin.

 

Weiter zu den Arbeiten

 

Galerie Sophia Vonier

Wiener-Philharmoniker-Gasse 3

A-5020 Salzburg

www.galerievonier.com

VOID VOLUME - Elisabeth Schmirl

traum vom luft in der luft sein“¹  Im Seil- und Turmspringen trifft das Abwägen der aktuellen Verhältnisse auf die konkrete Planung. Gilt dies hier für den Sprung, könnte man es ebenso als politische Metapher lesen. Wo in Elfriede Gerstls eingangs zitierter Zeile der Wunsch nach Auflösung laut wird, sind es bei Elisabeth Schmirl konkrete Körper, die in dieser Spannung existieren.

 

„Was sind die Wolken?“² , fragt die Marionette Othello eine andere in Pasolinis gleichnamigen Kurzfilm, während sie in den Himmel blicken – und bekommt keine Antwort. Weil Worte nicht das fassen können, was ist. Der philosophische Konflikt ergibt sich im Film mitunter aus dem Klassen- und Wissensunterschied zwischen proletarischem Publikum des Marionettentheaters und dem künstlerischen Anspruch. Was hier ausgehend von der Differenz im sozialen Status thematisiert wird, verlagert sich heute auf eine ökonomische Ebene. Elisabeth Schmirls Arbeiten verweisen mit der Verwendung einer historischen Fotografie auf dem Zusammenhang zwischen Weltwirtschaftskrise und dem Aufkommen der sogenannten „Hoovervilles“, Elendsvierteln in den USA, und damit auf die enge Verbindung von Ökonomie und Lebensumständen. Die Börsenspekulation als fehlgeschlagene Berechnung wirtschaftlicher Entwicklungen manifestierte sich in diesen Gebäuden. Sind solche unvorhersehbaren Auswirkungen heute allgegenwärtig, bleibt doch die Grundannahme der rationalen Berechenbarkeit der Zukunft bestehen. Elisabeth Schmirl greift mit der Diazotypie für ihre Arbeiten eine bis in die 1990er stark verbreitete Technik zum Kopieren von Grundrissen und Bauplänen auf und kehrt dadurch die Idee der Planbarkeit in ihr Gegenteil: nicht die Präzision und die Maßstabstreue interessieren sie, sondern das Ungewisse dieser Technik, das sich aus der UV-Empfindlichkeit des Materials ergibt. Wolken, Nebel oder Rauch stellen das bildliche Pendant zu dieser Technik dar. Stärker noch als in der Frage Othellos werden diese Elemente fragwürdig: als Verschleiern des Bildes, als Offenheit, als Leerstelle, als Spur.

 

„A new morning – the weather‘s changing”³ Diffus stellt sich eine weitere Frage: Warum sind es stets Frauen, die die Wetterballons halten? Dieses Sujet, das mehrfach in Elisabeth Schmirls Arbeiten auftaucht, war aktuell auch im Alltag wieder öfter zu sehen. Die mittlerweile standardmäßig durch den Flugverkehr gelieferten Wetterdaten wurden während der Pandemie weniger, weshalb Wetterballons für Messungen häufiger zum Einsatz kamen. Gerade jetzt diese Objekte zu zeigen und die Aufgabe der Zukunftsvorhersage in die Hände von Frauen zu legen, wirkt wie eine Ermächtigung. Ist doch klischeehaft, trotz aller entgegengesetzten Bemühungen, das Rationale und Berechenbare in Richtung des männlichen Pols gerückt, während dem Femininen Mystik, Magie und Unvernunft zugeschrieben werden. Der stärkste Verweis darauf liegt in den verbundenen Augen einer der Figuren. Gleichzeitig trifft dies aber auf die besondere Klarsicht des Orakels zu, welches gerade durch Blindheit das Irrationale mit der sich erfüllenden Voraussicht verbindet. Die Frauen mit Wetterballons, wie schon die Wolken, schlagen eine Brücke zwischen scheinbaren Gegensätzen; machen das vorgeblich Rationale unklarer und das Unvorhersehbare zum Teil unserer Welt.

 

„Die Spur ist die Gegenwart dessen, was eigentlich niemals da war, dessen was immer vergangen ist.“⁴ Architekturen als Spuren menschlicher Entscheidungen verkörpern die zerstörerische Kraft des Rationalen ebenso wie den Glauben an die Planbarkeit und Spekulation mit der Zukunft. In Elisabeth Schmirls Arbeiten werden sie verschleiert und unklar, Wolken, Staub und Nebel, welche als eine nicht nachvollziehbare Spur dieses Gefüge einer erklärbaren und berechenbaren Welt stören. Die Vorhersage des Wetters, die Planung eines Sprungs sind demgegenüber Metaphern der Leichtigkeit, die die Ungewissheit des Planens wie auch die Offenheit von Spuren, alles zu sein und immer neu gedeutet zu werden, in sich tragen. Der Sprung, der Wetterballon, Wolken – sie alle weisen in Richtung eines utopischen Denkens, in das sich stets die konkreten Spuren unseres Handelns einschreiben.

 

Text: Maximilian Lehner

 

 

 

Elfriede Gerstl: "traum vom luft in der luft sein", 11.3.2009; in: "lebenszeichen", Graz 2009, S. 182.

Pier Paolo Pasolini: "Che cosa sono le nuvole", 1968 (Eine Episode aus "Capriccio all’italiana", produziert von Dino de Laurentiis).

The (International) Noise Conspiracy: "A New Morning, Changing Weather", 2001.

4 Emmanuel Lévinas: "Die Spur des Anderen", Freiburg 1983/2007, S. 233. 

 

 

Void Volume, Courtesy Galerie Sophia Vonier/ Elisabeth Schmirl | Fotos: Hendrik Stoltenberg
Void Volume, Courtesy Galerie Sophia Vonier/ Elisabeth Schmirl | Fotos: Hendrik Stoltenberg
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garden of pandemic delights

plan.d.

Dorotheenstraße 59, Düsseldorf (DE)

05. - 21. Juni 2021

 

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Art.Albina Kunstpreis 2020

Art.Albina Kunstpreis

Gemeindezentrum Oberalm

Halleiner Landesstraße 51, 5411 Oberalm

www.kultur-werkstatt.at

 

Eröffnung: Freitag, 17. Juli 2020, 17-20 Uhr

Ausstellungsdauer: 20. Juli bis 11. September 2020

 

 

 

 

 

Aus der Reihe „Protestors - We must always take sides - The element of Uprising“, Cyanotypie, 70 x 50 cm, 2019, gerahmt;

 

 

 

 

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AKTUELLES

Elisabeth Schmirl, The day my House burned down. 2016

Ausstellungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dreamin' Again, Elisabeth Schmirl, Farbe auf Büttenpapier, 8 Teilig, 2016;