Alphabet des anarchistischen Amateurs - <rotor>, Graz

 

 

Beteiligte Künstler*innen:

Ingo Abeska, Iris Andraschek, bankleer, Blue Noses Group, Nayarí Castillo, Christian Eisenberger, Memed Erdener, Veza Fernández / Christina Lederhaas, Aldo Giannotti,

Johannes Gierlinger, Anne Glassner, G.R.A.M., Michael Heindl, Andreas Heller, Johanna Hierzegger, Anita Hofer / Reni Hofmüller, Katrin Hornek, Franz Kapfer, Karl Karner, Leopold Kessler, Paul Lässer, Damian Le Bas, Delaine Le Bas, Alfred Lenz, Hubert Lobnig, Juan Pablo Macías, Ralo Mayer, Ryts Monet, Ivan Moudov, Anton Petz, Katrin Plavčak, Leon Podesser, Lavinia Raccanello, Arne Rautenberg, RESANITA, Paul Schmidtbauer, Elisabeth Schmirl, Alexander Stern, eva helene stern ***, Mladen Stilinović, studio ASYNCHROME, Tonto, Nasan Tur, Vladimír Turner, Roswitha Weingrill, Markus Wilfling, Johannes Wohlfart, Martin Zet,

Gamlet Zinkovsky, zweintopf

 

 M wie Menschen: „Künftige Insassen von Särgen, die noch eine Zeit lang umherlaufen und allerhand Schabernack treiben dürfen.“ So lautet eine von hunderten Begriffsdefinitionen aus dem Alphabet des anarchistischen Amateurs.

 

2007 von der Grazer Germanistin Beatrix Müller-Kampel herausgegeben, versammelt der Band „Aphorismen, Sentenzen und Betrachtungen“ von Herbert Müller-Guttenbrunn (1887 – 1945). Von 1923 bis 1929 lebte er im Gemeindegebiet von Semriach gelegenen Thoneben, nördlich von Graz. In dieser Periode erschien erstmals sein Periodikum "Das Nebelhorn" mit dem zeitweiligen Untertitel "Zeitschrift für die Interessen vorurteilslosen Menschentums".

 

Dieses Ausstellungsprojekt bringt Schriften von Herbert Müller-Guttenbrunn mit den Produktionen zeitgenössischer Künstler*innen in Verbindung. Es liefert Anstöße zu einer aktualisierten Auseinandersetzung mit dem Anarchismus, der „anhand radikaldemokratischer Prinzipien einen geeigneten gesellschaftlichen Rahmen für eine größtmögliche individuelle Freiheit“ schaffen möchte, bei zugleich „größtmöglicher Gleichheit und Gerechtigkeit“, wie beim Schriftsteller Ilja Trojanov zu lesen ist. In einer Gegenwart, in der ideologische Verengungen, nationalistische Zuspitzungen und totalitaristische Tendenzen – wieder – um sich greifen, ist das aktueller denn je.

 

Eröffnung: Samstag, 21. September 2019, 15:00 Uhr

im Rahmen des steirischen herbst.

 

Die Ausstellung ist an diesem Tag ab 12:00 Uhr

bis zumindest 22:00 Uhr geöffnet.

< rotor >

Zentrum für zeitgenössische Kunst

center for contemporary art

im Rahmen des diesjährigen steirischen herbst festival

 

Volksgartenstraße 6a, 8020 Graz, Austria

 

Montag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr

Mittwoch bis 22:00 Uhr

Samstag 12:00 bis 16:00 Uhr

 

Erweiterte Öffnungszeiten während des steirischen herbst:

22.9. – 13.10.2019: SA & SO 12:00 – 18:00

 

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