Elisabeth Schmirl arbeitet mit Bildern, Materialien und Fundstücken, die sich eindeutiger Festschreibung entziehen. Ihre Praxis bewegt sich zwischen Bild, Objekt, Druck, Raum und Recherche. Fotografische Fragmente, Archive, gefundene Dinge und prozesshafte Verfahren werden in Konstellationen überführt, in denen Bild nicht als abgeschlossene Evidenz erscheint, sondern als offenes Gefüge aus Spur, Material, Zeit und Blick. Erinnerung wird dabei nicht bewahrt, sondern in Verschiebung, Überlagerung und erneuter Setzung verhandelt.
Im Kern ihrer künstlerischen und sozialen Praxis stehen Kunstproduktion im digitalen Zeitalter, kollaborative und vermittlerische Arbeitsformen, Netzkultur und -technologie, Feminismus, historische und experimentelle Druckverfahren sowie die Frage, wie Handlungsräume künstlerisch und öffentlich wirksam werden können.
Elisabeth Schmirl lebt und arbeitet in Salzburg, Innsbruck und Wien. Seit 2019 ist sie Universitätsprofessorin für Kunstpraxis am Standort Innsbruck der Universität Mozarteum und lehrt dort in den Bereichen Grafik und Malerei. Neben der eigenen künstlerischen Arbeit gehören Lehre, Publikation und selbst initiierte Strukturen zu ihrem Arbeitsfeld. Sie ist Obfrau von periscope – Initiative für Kunst- und Zeitgenoss_innen sowie Betreiberin und Obfrau von SUPER – Initiative für Zwischennutzung von Leerständen als kulturelle Handlungsräume. In Salzburg betreibt sie eine offene Risographie- und experimentelle Druckwerkstatt.
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