CURRENT / ONGOING

IN ARBEIT, IN BEWEGUNG

 Current / Ongoing versammelt keine Nachrichten, sondern gegenwärtige Verdichtungen. Sichtbar werden hier Arbeiten, Texte, Publikationen und Formate, die bereits Form annehmen, ohne abgeschlossen zu sein. Gegenwart erscheint dabei nicht als Kalender, sondern als Arbeitszustand: als Verschiebung zwischen Bild, Raum, Material, Recherche und Öffentlichkeit.

 

WERKLINIEN IN ENTWICKLUNG

Im Zentrum stehen derzeit Werkzusammenhänge, in denen sich Bildfragmente, Fundstücke, räumliche Setzungen und materielle Instabilität gegenseitig verschieben. Ausgangspunkte sind digitalisierte Archive, eigene Bildbestände und gefundene Materialien, die nicht dokumentarisch übernommen, sondern in neue Relationen überführt werden. Entscheidend ist dabei nicht das fertige Bild, sondern der Moment, in dem Wahrnehmung offen bleibt und Bedeutung erst im Sehen, Gehen und Vergleichen entsteht.   

 

Goldilocks Effect, Rauchmühle Salzburg

 

Aktuelle Arbeiten

 

Unreadable Stills
Gläserne Bildkörper, optische Verschiebungen, Bilder im Wechsel von Licht, Farbe und Standpunkt.

poem / drift
Papierarbeiten zwischen Druckzustand, Eingriff, Spur und Auslassung.

obscure objects
Fundstücke und Objektkonstellationen im Übergang zwischen materieller Präsenz und metaphorischem Überschuss.

 

Aktuelle Bezüge

Text - Unreadable Still, Niklas Koschel

Ausstellung - Unreadable Still, Galerie Sophia Vonier, Salzburg, 2026

 

 

... The Context of Uncertainty, Kunstverein Salzburg

 

RAUM, BEWEGUNG, BETRACHTUNG

Aktuelle Arbeiten denken Betrachtung als körperliche Bewegung mit. Bildfragmente fügen sich aus bestimmten Winkeln zu größeren Zusammenhängen; getrennte Elemente treten erst über Distanz, Annäherung und veränderte Blickachsen in Beziehung. Raum ist dabei nicht Hintergrund, sondern Teil der Arbeit. Technik erscheint nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel räumlicher, zeitlicher und stofflicher Verortung.  

 

TEXTE, PUBLIKATIONEN, ÜBERGÄNGE

Publikationen und Texte sind kein nachträglicher Kommentar zum Werk, sondern eine Fortsetzung der Praxis in anderer Form. Essays, Reden, Editionen und Bücher verdichten Arbeitszusammenhänge, verschieben Kontexte und öffnen andere Zugänge zu Bild, Material und Prozess. Gerade in neueren Publikationen wird sichtbar, dass künstlerische Arbeit, editorische Form und theoretische Rahmung bei Elisabeth Schmirl eng ineinandergreifen.  

 

LEHRE, ÖFFENTLICHKEIT, HANDLUNGSRÄUME

Parallel dazu erweitert sich die Praxis in Richtung kollektiver Prozesse und öffentlicher Handlung. Lehre, periscope, SUPER und die Druckwerkstatt bilden keine Nebenschauplätze, sondern gegenwärtige Arbeitsräume, in denen Gespräch, Kartografie vorhandener Bedingungen, Publikation und Raumproduktion zusammenkommen. So entstehen Formate, in denen künstlerische Praxis nicht nur Werke hervorbringt, sondern auch Beziehungen, Nutzungen und Öffentlichkeiten. 

 

GEGENWÄRTIGE BEWEGUNG

Current / Ongoing folgt nicht der Logik des Archivs, sondern der der Auswahl. Die Seite zeigt keine Vollständigkeit, sondern Richtung: was sich verdichtet, was sich verschiebt und welche Linien sich aus der Bearbeitung von Vergangenheit in der Gegenwart für die Zukunft öffnen.

 

 

 

Die Transformation des Bildes,  Atterseehalle, Oberösterreich