Aerialist Varieties of Flight zeigt den Körper in Zuständen der Schwebe, der Korrektur und der prekären Balance. Die Risografien halten Bewegung nicht als abgeschlossene Form fest, sondern als Passage zwischen Konzentration, Kontrolle und möglichem Verlust derselben. In der hellen, reduzierten Farbigkeit geraten Figur, Wasser, Horizont und Umgebung in ein Verhältnis, das nicht stabilisiert, sondern offen gehalten wird. Sichtbar wird damit weniger der Sprung selbst als die fragile Arbeit, die ihn trägt: Fokus, Haltung und das Beharren auf Form unter instabilen Bedingungen.
Die Risografie ist dabei nicht bloß Reproduktionsverfahren, sondern Teil der Arbeit selbst. Mit ihren Schichtungen, leichten Verschiebungen und der reduzierten Farbigkeit hält sie das Bild in einem Zustand, der nie ganz fixiert wirkt. Gerade darin entspricht sie dem Motiv: Form erscheint nicht als abgeschlossene Setzung, sondern als etwas, das sich nur vorübergehend stabilisiert. Die Arbeiten nutzen die Risografie als ein Verfahren, in dem Präzision und Instabilität, Serie und Abweichung, Kontrolle und Offenheit zugleich sichtbar werden.
Aerialist Varieties of Flight, Keeping focus; If I crash into the net I have to wave and smile, pretend it doesn’t hurt to fall so far. Risografie, 2farbig, 2021;
Aerialist Varieties of Flight, Point of View:From far away, every catch, release and tumble looks as effortless as breath. Risografie, 3farbig, 2021;
Aerialist Varieties of Flight, Keeping the form: Up close, we grunt and cry, hands sweat and slip, wires creak and nearly tangle. Risografie, 3farbig, 2021;
