Gewohnte Haltungen / Habitual Postures versammelt Arbeiten, in denen sich Bild und Haltung über Wiederholung formieren. Die Figuren erscheinen frontal, seitlich, wartend, posierend, ausweichend
oder in sich gekehrt. Nicht das einzelne Porträt steht im Zentrum, sondern die Weise, in der sich Gesten, Accessoires, Blicke und kleine Routinen des Sich-Zeigens zu einer sozialen Bildsprache
verdichten. Die Arbeiten halten diese Muster nicht fest, um Personen zu definieren, sondern um sichtbar zu machen, wie sehr Auftreten, Selbstentwurf und Gewöhnung bereits durch Bilder organisiert
sind.
Die quadratischen Formate bündeln die Figuren, stellen sie frei und entziehen ihnen zugleich einen festen Ort. Vieles bleibt offen: der Hintergrund, die Situation, der genaue Anlass des Bildes.
Gerade dadurch kippen die Arbeiten aus dem individuellen Porträt in etwas Überindividuelles. Sie zeigen keine abgeschlossenen Charaktere, sondern Haltungen im Umlauf — Bildformen, in denen sich
Wiederholung, Selbstinszenierung und leise Verschiebung überlagern.
All Eyes on you. Squares. Während wir warten, 2009, Öl auf Holz, je 40 × 40 cm.
Enface 1–6. Squares. Während wir warten, 2009, Öl auf Holz, je 30 × 30 cm.
moi-privée I–II. Squares. Während wir warten, 2009, Öl auf Holz, je 55 × 55 cm.
Mädchen mit Hase, 2009, Öl auf Holz, 80 × 80 cm.
Mädchen mit Schwein, 2009, Öl auf Holz, 80 × 80 cm.
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