Gewohnte Haltungen / Habitual Postures 2008–2009

Gewohnte Haltungen / Habitual Postures versammelt Arbeiten, in denen sich Bild und Haltung über Wiederholung formieren. Die Figuren erscheinen frontal, seitlich, wartend, posierend, ausweichend oder in sich gekehrt. Nicht das einzelne Porträt steht im Zentrum, sondern die Weise, in der sich Gesten, Accessoires, Blicke und kleine Routinen des Sich-Zeigens zu einer sozialen Bildsprache verdichten. Die Arbeiten halten diese Muster nicht fest, um Personen zu definieren, sondern um sichtbar zu machen, wie sehr Auftreten, Selbstentwurf und Gewöhnung bereits durch Bilder organisiert sind.

Die quadratischen Formate bündeln die Figuren, stellen sie frei und entziehen ihnen zugleich einen festen Ort. Vieles bleibt offen: der Hintergrund, die Situation, der genaue Anlass des Bildes. Gerade dadurch kippen die Arbeiten aus dem individuellen Porträt in etwas Überindividuelles. Sie zeigen keine abgeschlossenen Charaktere, sondern Haltungen im Umlauf — Bildformen, in denen sich Wiederholung, Selbstinszenierung und leise Verschiebung überlagern.

All Eyes on you. Squares. Während wir warten2009, Öl auf Holz, je 40 × 40 cm.

Enface 1–6. Squares. Während wir warten2009, Öl auf Holz, je 30 × 30 cm.

moi-privée I–II. Squares. Während wir warten, 2009, Öl auf Holz, je 55 × 55 cm.

 

 

Mädchen mit Hase2009, Öl auf Holz, 80 × 80 cm.

 

 


Mädchen mit Schwein, 2009, Öl auf Holz, 80 × 80 cm.