In Transit versammelt Arbeiten, in denen Öffentlichkeit nicht als soziale Bühne erscheint, sondern als Zustand des Rückzugs. Die U-Bahn, das Abteil, das Fenster, die Spiegelung, die kurze Strecke zwischen zwei Orten bilden hier keinen Hintergrund, sondern einen eigenen Bildraum: einen Raum auf Zeit, in dem Nähe erzwungen ist und Bezug dennoch aussetzt. Die Figuren sind anwesend und zugleich entzogen, nebeneinander sitzend und doch jeweils in eine eigene Zeit gefallen. Was diese Bilder zusammenhält, ist weniger Bewegung als Unterbrechung — ein Zustand, in dem etwas unterwegs ist, ohne wirklich anzukommen.
Die Arbeiten konzentrieren sich auf jene Momente, in denen sich die äußere Fahrt und die innere Bewegung voneinander lösen. Draußen wechseln Tunnel, Haltestellen, Reflexe und vorbeiziehende Oberflächen; innen stellt sich eine eigentümliche Form von Stillstand ein. Gesichter, Haltungen und Blicke tragen diese Leerstelle mit. Das Bild hält nicht das Ereignis einer Begegnung fest, sondern die Distanz, die im selben Raum bestehen bleibt. Gerade dadurch entsteht ein genauer, unaufgeregter Blick auf Transit als soziale und psychische Zwischenzone.
Malerei auf Holz, entwickelt aus fotografischen Vorlagen und aus einem genauen Interesse an Situationen des Übergangs. Die Bilder arbeiten mit Ausschnitt, Verdichtung und Reduktion. Fenster, Spiegelungen, Bildschirme, Anzeigen und reproduzierte Bilder im öffentlichen Raum treten nicht als Nebensachen auf, sondern strukturieren die Wahrnehmung. So entstehen Bildräume, in denen Innen und Außen, Nähe und Entzug, Gegenwart und Projektion gegeneinander verschoben bleiben. Die Werkliste in Hinter den Spiegeln verortet die Gruppe 2007–2008 mit klein- bis mittelformatigen Ölbildern auf Holz.
Tokio 2007–08, Öl auf Holz, 28,5 × 22,5 cm.
Together II, 2007, Öl auf Holz, 43 × 34 cm.
Together I 2007, Öl auf Holz, 43 × 34 cm.
Together III 2007, Öl auf Holz, 43 × 34 cm.
In Transit – Studioblick
