Museums: Watchers versammelt Arbeiten, in denen der Blick selbst zum Thema wird. Nicht das Kunstwerk allein steht im Zentrum, sondern die Figur davor: jene, die schauen, zögern, sich annähern, vorbeigehen oder sich unversehens selbst in Szene setzen. Das Museum erscheint dabei nicht als neutraler Raum, sondern als Ort, an dem sich Haltung, Abstand, Aufmerksamkeit und Selbstentwurf verdichten. Wer betrachtet, wird selbst betrachtbar.

Die Arbeiten verschieben das Verhältnis von Werk, Raum und Publikum. Manche Figuren treten dem Bild fast zu nah, andere bleiben in einer eigentümlichen Distanz; manches wirkt beiläufig, anderes auffällig gestellt. Gerade in dieser Unsicherheit liegt die Spannung der Werkgruppe. Sie zeigt das Museum nicht als ruhigen Ort der Kontemplation, sondern als sozialen Bildraum, in dem Repräsentation zirkuliert: zwischen Kunstwerk, Körper und Blick. Was sichtbar wird, ist nicht nur Kunstbetrachtung, sondern eine feine Choreografie des Sich-Zeigens, Lesens und Gesehenwerdens.

 

MATERIAL/VERFAHREN

Öl auf Holz. Die Arbeiten sind knapp gesetzt und formal zurückhaltend, zugleich aber präzise auf das Verhältnis von Figur, Bild und Raum zugespitzt. Ausschnitt, Maßstab und Position im Raum werden so eingesetzt, dass sich das Sehen selbst verschiebt: Das Kunstwerk bleibt präsent, aber ebenso wichtig wird die Person davor, daneben oder in seinem Bannkreis. So entstehen Bilder, in denen das Museum weniger Kulisse als eine Situation ist, in der Wahrnehmung und Selbstpositionierung ineinandergreifen.

 

2008, museums:watchers, Öl auf Holz, 55 × 48 cm.

Tourists II, 2008, museums:watchers, Öl auf Holz, 70 × 50 cm.

Watching Art. Nach Duane Hanson, 2008, Öl auf Holz, 75 × 75 cm.

Too Close (Mark), 2008, museums:watchers, Öl auf Holz, 60 × 45 cm.

museums:watchers, Öl auf Holz, 75 × 55 cm.

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