Between Stimulus and Response versammelt Arbeiten, in denen Bilder nicht als stabile Belege erscheinen, sondern als Felder der Verschiebung. Gefundene, archivierte und digital zirkulierende Vorlagen werden nicht übernommen, sondern in andere zeitliche und narrative Zustände überführt. In den Arbeiten dieses Zusammenhangs treten Erinnerungsreste, politische Selbstbefragung, anachronistische Bildräume und künstlerische Setzungen so ineinander, dass Herkunft nicht fixiert, sondern neu lesbar wird. Sichtbar wird ein Werkfeld, in dem Bilder weniger etwas beweisen als Bedingungen von Wahrnehmung, Überlagerung und Bedeutung offenlegen.
Im Zentrum steht dabei ein Denken in Future Recollections: Bilder erscheinen als Vor- und Nachbilder zugleich, als etwas, das Erinnerung erst erzeugt, verschiebt oder verunklärt. Zwischen Reiz und Reaktion liegt hier kein eindeutiger politischer Kommentar, sondern ein Raum, in dem Konstellationen, Sequenzen und Bildentscheidungen selbst wirksam werden. Between Stimulus and Response bezeichnet damit keinen übergreifenden Sammelblock, sondern einen spezifischen Werkzusammenhang, in dem sich zeitliche Schichtungen, politische Unruhe und die Poetik der Bildverschiebung verdichten.
Galerie Marenzi, Leibnitz — Installationsansicht
Ich soll meine Tage nicht verschleudern – zukünftige Erinnerungen, Druckfarbe auf Papier, 100 × 80 cm
Der Weltentdecker / World Discoverer, Druckfarbe auf Papier, zweiteilig, Unikat, 100 × 80 cm
Eis und Feuer – Weißt du noch? / Ice and Fire – Don’t You Remember?, achtteilig, Unikat, 230 × 300 cm
Aber ich hatte nichts in der Hand, als ich in den unzähligen Becken alter gekachelter Räume trieb, Druckfarbe, Rauch auf Papier, Unikat, 80 × 87 cm
Papier I, Salzamt, Linz — Installationsansicht
Druckfarbe auf Papier, Druckfarbe und Rauch auf Papier, mehrteilige und zweiteilige Unikate, Installationsansichten, 2014–2017
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