I FEEL FINE  2016

I Feel Fine zeigt keinen geschlossenen Bildraum, sondern ein Gefüge aus Verschiebungen. Die Figur im Raumanzug erscheint in einer Umgebung, die an einen salonartigen Innenraum erinnert und zugleich bereits andere Bilder in sich trägt. Innerhalb der Arbeit öffnen sich weitere gerahmte Ausschnitte, Szenen und Verweise, die wie eingeschobene Erinnerungsräume oder innere Displays wirken. Das Bild tritt damit nicht als stabile Oberfläche auf, sondern als Konstellation, in der sich Herkunft, Zitat und neue Setzung überlagern.

 

Gerade darin liegt die Schärfe der Arbeit: Zukunft erscheint hier nicht als klare Projektion, sondern als etwas, das sich durch ältere Bildordnungen, eingelagerte Erzählungen und bereits vorhandene Bilder hindurch formt. I Feel Fine hält diese Verschachtelung offen. Das Werk zeigt nicht nur eine aus der Zeit gefallene Figur, sondern einen Bildraum, in dem andere Bilder weiterarbeiten und Bedeutung nicht festgeschrieben, sondern im Sehen erst verhandelt wird.

 

Material / Verfahren

Druckfarbe auf Papier
zweiteiliges Unikat
120 × 160 cm
2016

 

I feel fine. How about you? Gesamtansicht

 

I feel fine. How about you — Detail
Ausschnitt mit eingeschriebenen Bildräumen und internen Verweisen

 

I feel fine. How about you — Detail
Ausschnitt mit eingeschriebenen Bildräumen und internen Verweisen